Jahresplaner im Copyshop drucken lassen: so geht es
Der Drucker zu Hause schafft A4 und mit Mühe A3. Für einen Jahresplaner in A2, A1 oder A0 brauchen Sie Großformatdruck. Was Sie mitbringen, was Sie am Tresen sagen und was Sie vor dem Bezahlen prüfen sollten.
Warum der Copyshop dem Heimdrucker überlegen ist
Großformatdrucker arbeiten von der Rolle statt mit Einzelblättern. Übliche Rollenbreiten liegen bei 61, 91 oder 111 cm, der Druck kommt also in einem Stück heraus und muss nicht aus Kacheln zusammengeklebt werden. Die Tintensysteme sind auf Posterqualität ausgelegt: sauberere Linien, gleichmäßige Farbe und keine Streifenbildung über die ganze Fläche.
Der Preis fällt meist niedriger aus als erwartet. Wie viel es genau kostet, hängt vom Format, vom Papier und vom jeweiligen Betrieb ab - holen Sie sich also zwei oder drei Angebote in Ihrer Nähe ein. Rechnen Sie gegen, was Sie zu Hause an Tinte und Spezialpapier für einen Versuch in derselben Größe verbrauchen würden, und der Copyshop gewinnt in der Regel. Das Ergebnis ist außerdem sauberer.
PDF nimmt praktisch jeder Copyshop an. Sie laden die Datei über die Website hoch und holen den fertigen Druck ab, oder Sie kommen mit einem USB-Stick vorbei und schicken das PDF vorher per E-Mail. Beides funktioniert; vorab schicken spart Wartezeit am Tresen. Stellen Sie vorher sicher, dass Sie ein echtes Vektor-PDF haben - ein Pixelbild wirkt im Posterformat weich und unscharf.
Wo Sie drucken lassen können
Dafür kommen mehrere Arten von Betrieben infrage. Ein klassischer Copyshop in der Stadt druckt bis A0 und liefert meist am selben oder am nächsten Tag. Reprografiebetriebe, die Architektur- und Ingenieurbüros bedienen, haben Großformatplotter praktisch immer stehen und sind oft günstiger. Kleinere Druckereien sind häufig auf Posterdruck spezialisiert und beraten Sie beim Papier.
Die zweite Möglichkeit ist Großformatdruck online. Sie laden die Datei hoch, wählen Format und Papier, und das Poster kommt per Post. Preislich liegt das ähnlich oder etwas darunter, dafür kommen Versand und ein paar Tage Wartezeit dazu. Der Weg in die Stadt entfällt, und die Formatauswahl ist meist größer als im Laden um die Ecke.
Egal wofür Sie sich entscheiden, fragen Sie drei Dinge ab: bis zu welchem Format gedruckt wird, ob mattes Papier vorrätig ist und ob im Maßstab 100 Prozent gedruckt werden kann. Wenn eine dieser Antworten unsicher ausfällt, gehen Sie woanders hin.
Was Sie am Tresen sagen
Der ganze Auftrag passt in einen Satz: „Mattes Papier, keine Skalierung, Druck auf 100 Prozent der Dateigröße.“ Diese drei Angaben entscheiden mehr über das Ergebnis als alles andere, und das Personal stellt den Druck damit in Sekunden richtig ein.
Wird nach dem Papiergewicht gefragt, nennen Sie 120 bis 160 g/m². Leichteres Papier wellt sich an der Wand, schwereres hängt schlechter und treibt den Preis unnötig hoch. Matt ist außerdem die einzige Oberfläche, auf der ein Kugelschreiber zuverlässig schreibt; glänzend wirkt kräftiger, spiegelt aber und verschmiert die Tinte. Eine vollständige Übersicht der Grammaturen finden Sie in unserem Beitrag zum Papier für Wandkalender.
Wenn Ihnen „an Seite anpassen“ oder „auf das Papierformat skalieren“ angeboten wird, lehnen Sie ab. Ein Vektor-PDF soll in seinen Originalmaßen gedruckt werden. Die Ränder kann der Betrieb hinterher beschneiden, wenn nötig. Wie die Formate zusammenhängen, erklärt unsere Anleitung zum Wandkalender in A3, A2 oder A1.
Großformatdruck online bestellen
Online-Anbieter für Großformatdruck funktionieren immer gleich: PDF hochladen, Format aus der A-Reihe wählen, Papier aussuchen und bestätigen, dass nichts skaliert werden soll. Die meisten zeigen vor dem Bezahlen eine Vorschau, sodass Sie ein Größenproblem bemerken, bevor überhaupt etwas gedruckt wird.
Der Vorteil liegt in der Formatauswahl. Während ein kleinerer Copyshop gelegentlich bei A1 endet, drucken Online-Anbieter routinemäßig A0 und größer und bieten zusätzlich schwerere Papiere, Kaschierung auf Leichtschaumplatte oder Leinwanddruck an. Wer den Jahresplaner über die ganze Wand will, fährt hier am sichersten.
Der Nachteil: Sie sehen das Ergebnis erst nach der Lieferung. Geben Sie das Format deshalb exakt an und prüfen Sie die Datei vorher selbst, am besten in Adobe Acrobat nach unserer Posterdruck-Anleitung. Und bestellen Sie mit Puffer, der Versand im Papprohr dauert einige Tage.
Schwarzweißer Plotdruck: die günstige Variante
Wenn es nicht auf Farbe ankommt, fragen Sie nach großformatigem Schwarzweißdruck auf dünnem Papier. Es ist dieselbe Technik, mit der Bauzeichnungen ausgegeben werden, und im Reprografiebetrieb kann sie praktisch jeder. Sie kostet einen Bruchteil eines Farbposters im gleichen Format.
Einem minimalistischen Planer, der ohnehin nur aus Linien und Zahlen besteht, steht dieser Druck ausgezeichnet. Das Papier ist dünn, etwa 75 bis 80 g/m², kleben Sie es also besser mit Klebeband über die ganze obere Kante an die Wand oder rahmen Sie es, statt es an einer einzelnen Klemme aufzuhängen. Das Druckbild selbst ist scharf und gut lesbar.
Fragen Sie konkret: „Können Sie mir dieses PDF in A1 schwarzweiß auf dem Plotter ausgeben, ohne Skalierung?“ Manche Betriebe nennen es Plandruck, andere CAD-Druck oder Bauplandruck. Gemeint ist dasselbe.
Datei-Check vor der Bestellung
Bringen Sie ein PDF mit, kein JPG und kein PNG. Ein PDF trägt die Vektordaten, sodass die RIP-Software des Druckers Linien und Text unabhängig von der Druckgröße in voller Auflösung rendert. Ein JPG in Bildschirmauflösung wird im Posterformat sichtbar pixelig.
Sagen Sie dem Personal drei Dinge: Das Dateiformat ist PDF, gedruckt wird auf 100 Prozent ohne Skalierung, und das Papier soll matt sein. Bei der Frage nach der Größe nennen Sie die Maße in Millimetern oder gleich das Format aus der A-Reihe. A1 sind 594 × 841 mm, A0 sind 841 × 1189 mm; die plainplan-Datei ist genau auf diese Maße angelegt und braucht deshalb keinerlei Umrechnung.
Prüfen Sie die Vorschau, bevor Sie freigeben. Ein ordentlicher Copyshop zeigt sie Ihnen am Bildschirm, ein Online-Anbieter direkt in der Bestellung. Kontrollieren Sie, ob der Inhalt das Blatt wie erwartet füllt und an den Rändern nichts abgeschnitten ist. Was in der Vorschau steht, kommt aus dem Drucker.
Häufige Fragen
Das hängt vom Format, vom Papier und vom Betrieb ab, holen Sie sich also vorab ein Angebot ein. Zwei Dinge gelten aber immer: Der Preis wächst mit der Fläche, A0 kostet also deutlich mehr als A1, und die günstigste Großformatvariante ist stets der schwarzweiße Plotdruck auf dünnem Papier. Ein Farbposter auf mattem Papier liegt um ein Vielfaches darüber.
Die meisten Copyshops bieten das an: Sie schicken die Datei über ein Formular auf der Website oder per E-Mail und holen den fertigen Druck ab. Das spart Wartezeit am Tresen und Sie können den Auftrag in Ruhe formulieren. Beim reinen Online-Großformatdruck gibt es die Abholung meist nicht, das Poster kommt im Papprohr per Post.
Mattes Papier mit 120 bis 160 g/m². Matt ist die einzige Oberfläche, auf der ein Kugelschreiber zuverlässig schreibt. Glänzend wirkt kräftiger, spiegelt aber und verschmiert die Tinte beim Eintragen. Sagen Sie einfach: „Mattes Papier, keine Skalierung, 100 Prozent.“
Das ist großformatiger Schwarzweißdruck auf dünnem Papier, dieselbe Technik wie bei Bauzeichnungen. Bei einem minimalistischen, auf Linien aufgebauten Entwurf wie plainplan ist das Ergebnis scharf und gut lesbar. Das Papier ist dünn, rund 75 bis 80 g/m², rahmen Sie es also oder kleben Sie es über die ganze obere Kante fest, statt es an eine einzelne Klemme zu hängen.
Sources